|
| In
der Kleiderschneiderei werden weitere Kostüme zum Festspiel entstehen.“
Sie entsprechen in Material, Farbe und Schnitt der Mode, die zwischen 1400
und 1450 getragen wurde. Stilelemente der mit 1455 einsetzenden „neuen
Mode“ wurden bewusst vermieden. |
|
| Gemälde und Altarbilder
kommen als Vorbilder infrage, wie sie von zeitgenössischen Malern
wie Rogier van der Weyden, Jan van Eyck und Conrad von Soest geschaffen
wurden. So sind nahezu alle Figuren, die im Theaterstück vorkommen,
Altären oder Gemälden jener Zeit entlehnt und entsprechen ihr
damit in ihrem Erscheinungsbild. |
|
|
|
| Hierzu müssen Schnittmuster
erstellt, Stoffe aus Naturfasern erstanden, eine der Zeit entsprechende
Nähtechnik festgestellt, erprobt und angewandt werden. Besuche im
Textilkundemuseum Krefeld, internationale Literatur zum Thema „Schneidern
im Mittelalter“ und anschließende Kurse und Schulungen versetzten
eine Heerschar engagierter ehrenamtlicher „Schneiderinnen“ in die Lage,
für dieses Theaterspiel die benötigten Kostüme zu schaffen
– bisweilen kleine Kunstwerke.“ |
|
| Kleidung des 15. Jahrhunderts
für jedermann |
|
| Die Kleiderschneiderei berät
bei der Auswahl von Gewändern, Stoffen, Nähtechnik. Schnittmuster
und Stoffe werrden zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch wird Kleidung
aber auch komplett in der Kleiderschneiderei genäht.“ |
|
| Worauf man bei einem Gewand achten
musste: |
|
-
Stoffe: Wolltuch (leicht
aufgeraut), Leinen, Seide (Edelkleidung). Keine Synthetikstoffe, auch nicht
mit Naturoptik! Stofffarben haben übrigens teilweise ihre besondere
Bedeutung. Hier sollte man unbedingt Rat einholen.
-
Frauen: Durchgehendes
bodenlanges Kleid (nicht Rock und Bluse). Schmale Ledergürtel mit
hängendem Beutel aus Stoff oder weichem Leder. Haube aus gesteckten
weißen Leinentüchern. Unterkleid aus weißem Leinen mit
langen Ärmeln.
-
Männer: Kotte. Genähte
eng anliegende Hose. Bundhaube oder Beutelmütze oder kleine Kappe
oder Gugel. Ledergürtel (maximal daumenbreit) mit Gürteltasche.
-
Für Männer &
Frauen gilt: Keine „Ritterladenschnürung“ (= weite und üppige
Schnürung auf Vorder- oder Rückseite).
-
Wenn nötig: Pilgertasche
aus hellem Leinen zum Umhängen als Handtaschenersatz (für Handy,
Wasserflasche, Fotoapparat, Schlüssel etc.)
|
|
Gewänder zur Auswahl:
(Fotos:
Tim Reismann) und zum Bild vom Buch „Edelmann-Bedelmann“ von Stef Vertraaten |
|