|
| Neben zahlreichen kleinen
und feinen Veranstaltungen rund um das Thema „Soester Fehde“, bilden drei
besondere Programmpunkte die Höhepunkte des Mittelalterfestivals:
das Festspiel „Die Soester Fehde“, „Der große Sturm auf die Stadt
von 1447“ und der „Festumzug des Herzogs Johann von Kleve“. |
|
|
 |
|
|
|
 |
| Das Festspiel „Die Soester Fehde“ |
|
|
| In einer farbenfrohen und
lebendigen Inszenierung stellt das Festspiel ein zentrales Ereignis der
Soester Stadtgeschichte dar und erläutert anschaulich, wie es dazu
kommen konnte: Den Wechsel des Landesherrn, vom Kölner Erzbischof
zum Herzog von Kleve und die kriegerischen Folgen. |
|
| Umfangreiches Quellenstudium
im Stadtarchiv geht dem Manuskript voraus, an dem der Schriftsteller und
Preisträger Michael
Zeller
zwölf Monate gearbeitet hat. |
|
| Es als Theaterspiel zu realisieren,
ist Aufgabe des Regisseurs
Michael Ritz, eines in historischen Spielen erfahrenen Dramaturgen.
Acht Berufsschauspieler aus ganz Deutschland, etwa 25 Nebendarsteller und
weitere 70 Komparsen aus Soest und Umgebung sind ab Mitte Juli intensiv
mit Probenarbeiten beschäftigt. |
|
| Ein besonderes Augenmerk
wurde auf die Anfertigung der
Kostüme gelegt. Jedes Einzelstück wurde und wird einer bildlichen
Darstellung von Gemälden oder Altarmalereien aus der Zeit zwischen
1400 und 1450 entlehnt und in Soest genäht. Insgesamt entstehen so
über hundert Kostüme. |
|
| Die Beschaffung von Requisiten
(Waffen, Töpfe, Fässer), der Entwurf und Bau der Kulissen vor
der St. Petri-Kirche im Herzen der historischen Altstadt sind in vollem
Gangen und erfordern Ideen und Findigkeit. Musik und Tanz im Stil der Frührenaissance
bedingen künstlerisches Einfühlungsvermögen und Phantasie
in gleicher Weise. |
|
| Manuskript und Inszenierung
haben den Anspruch, authentisches Theater auf hohem Niveau zu präsentieren.
Das Festspiel „Die Soester Fehde“ ist das Herzstück des Soester Mittelalterfestes. |
|
|
|
|
|
|
|
| Der große Sturm auf die Stadt von 1447 |
|
 |
|
| Gemessen an der Zahl der
Mitwirkenden und am geplanten räumlichem Umfang des Geschehens, übertrifft
„Der große Sturm auf die Stadt (Soest) von 1447“ alle vergleichbaren
Szenarien in Deutschland. |
|
|
| Kai
Schubert (Texte, Choreographie, Regie), Ulrich Nickel („kommandierender
General“) und Dietrich Pott („Feldhauptmann“) sorgen für ein kurzweiliges
und spannendes Spektakel, das die kriegerischen Ereignisse von damals nachstellt. |
|
| Hierbei stellen die Rekrutierung
der „Truppen“ aus ganz Deutschland und den Niederlanden, ihre Bewaffnung,
Unterbringung und Versorgung schon ziemliche Herausforderungen dar. |
|
| Immerhin wollen etwa 700
Personen mit Stroh und mit Lebensmitteln versorgt werden, die es „damals“
gab. Nudeln und Kartoffeln scheiden also aus. Zum Glück haben zahlreiche
landwirtschaftliche Betriebe der Umgebung Hilfe versprochen. |
|
| Zahllose Mittelalterfans
aus ganz Europa treten in zeitgenössischen Rüstungen und Kriegskleidung
an. Sie kommen mit Kanonen, Büchsen, Bogen und Schwertern, um die
Stadt anzugreifen oder zu verteidigen. |
|
|
|
 |
|
|
Damit alles möglichst echt
aussieht, sind Pyrotechniker vor Ort, werden Schanzkörbe, Schutzschilde
für die Artillerie, ein fahrbarer Rammbock („Katze“), Halmparten,
Pfeile und Feuerkörbe beschafft oder in Eigenleistung hergestellt.
Für die „Verwundeten“ wird unter Leitung einer Ärztin ein Feldlazarett
eingerichtet, in dem es sehr realistisch zugehen wird. |
|
| Das „Spielfeld“ ist ein
Abschnitt der Gräfte zwischen Osthofen- und Thomätor und damit
einer der höchsten und imposantesten Wallmauerabschnitte. Durch die
räumlichen Gegebenheiten ist die Zahl der Zuschauer auf 1.500 pro
Aufführung begrenzt. Bilder dieser Seite und weitere Beispielbilder,
u.a.v. Jacques Marechal und Myriam Gateault bei www.reichsaufgebot.de |
|
|
|
|
|
 |
|
Der Festumzug des Herzogs Johann von Kleve
|
|
| Auf dem Dasselwall wird
sich der Festumzug formieren, um zum „Empfang des neuen Landesherrn“ in
die Altstadt zu ziehen. |
|
| Ein farbenfrohes und auch
buntes Bild mit Pferden, Musikern und ihren der Zeit entsprechenden Instrumenten. |
|
| Repräsentanten der
Fehde-Zeit von hohem und eher niederem Stand, mit Gästen aus Nijmegen
und Kampen, buntem Volk aus allerlei Gegenden Europas. |
|
| Sie stellen das Empfangskomitee
für Herzog Johann von Kleve dar, der mit prächtigem Gefolge gesondert
einreitet, um am Theodor-Heuss-Park die Huldigung des Rates der Stadt entgegenzunehmen. |
|
 |
|
|
|
Dies geschieht im Rahmen eines
Festaktes, humorvoll inszeniert von Kai
Schubert und gekrönt vom „Fehde-Lied“ (Musik: Natalie Klee, Text:
Alexander Ossowski). |
|
 |
|
|
|
|
|