Soester Anzeiger - 24.08.2009 - kf - Fotos: Dahm

Szenen aus dem Mittelalter
Prächtig Gewandete und Bettler im gleichen Festumzug
Gruppen stellten das Leben in der Zeit nach - Medizin mit rabiaten Methoden
Eine Operation zu überstehen, grenzte im Mittelalter an ein Wunder. Dr. Anja Seifert- Wessel aus Fröndenberg, die auch im wirklichen Leben Medizinern ist, gab als mittel- alterliche Wundärztin ihr Bestes. Dennoch: ein Glück, dass die amputierte Hand in Wirklichkeit nur ein Schweinefuß war. 
Der Sturm kostete viele Menschenleben und zahlreiche Verletzte. Die wurden seinerzeit im Feldlazarett versorgt. Dr. Anja Seifert-Wessel aus Fröndenberg ist auch im wirklichen Leben Ärztin, beschäftigt sich in ihrer Freizeit mit der Medizin in alter Zeit und führte vor, wie damals geheilt und operiert wurde. Angesichts der rabiaten Methoden mochte so manch einer gar nicht hinschauen.
Der Ritter nimmt Urlaub von der Liebsten, um in die Schlacht zu reiten. Auf in die Schlacht - aber bitte die komplette Rüstung nicht vergessen
Doch bekanntlich war das Mittelalter nicht die reine Freude, sondern hatte so manche finstere Seite. Die sparten die Darsteller und Akteure und freien Gruppen nicht aus, die sich am Wochenende in der Altstadt tummelten und in der Gräfte ihr Lager aufgeschlagen hatten.
Mit dem strahlenden Heer und dem prächtigen Gefolge des Jungherzogs zogen auch
Bettler und Lumpen in die Stadt - genau wie vor 500 Jahren.
Im Mittelalter peinlicher Ernst – in der Neuzeit ein großer Spaß: wer an den Pranger gestellt wurde, hatte vor 500 Jahren nichts zu lachen.
Für Missetäter war es damals kein Spaß, an den Pranger gestellt zu werden. Beim Festival jedoch machte sich mancher einen Spaß daraus, Hals und Hände in das Folterinstrument zu stecken und sich von den Freunden auslachen zu lassen. Pranger standen genug in der Stadt herum. 
Kleider im mittelalterlichen Stil zu entwerfen und zu nähen, macht Spaß. 
Sieche, Bettler und Bettelmönche zogen wie im Mittelalter mit dem Festzug in die Stadt hinein.
zurück