Das war 
„Der Einzug des Herzogs Johann von Kleve“ 2011
 Route des Festumzugs durch die Soester Altstadt  hier >
Auf dem Dasselwall formierte sich der Festumzug, um zum „Empfang des neuen Landesherrn“ in die Altstadt zu ziehen. 
Ein farbenfrohes 
und auch 
buntes Bild 
mit Pferden, 
Musikern und ihren 
der Zeit 
entsprechenden Instrumenten. 
Repräsentanten der Fehde-Zeit von hohem und eher niederem Stand, mit Gästen aus Nijmegen und Kampen, buntem Volk aus allerlei Gegenden Europas. 
Sie stellten das Empfangskomitee für den Herzog Johann von Kleve dar, der mit prächtigem Gefolge gesondert einritt, um am Nelmannwall, in der Gräfte zwischen Osthofen- und Thomätor, die Huldigung des Rates der Stadt entgegenzunehmen.
In diesem Jahr hatte erstmals die Soester Theater-Arbeitsgemeinschaft STAGE  die Huldigung am Ende des festlichen Umzugs am Wall in Szene gesetzt. Dabei sollte deutlich werden, dass es nicht nur ein umjubelter Anlass war, sondern dass ein Krieg drohte. Es ging außerdem um unterschiedliche Interessensgruppen, die sich um ganz unterschiedliche Dinge in diesem Zusammenhang sorgen und auch unterschiedlich von den Folgen der neuen politischen Situation betroffen waren. Schließlich brachte der Konflikt mit der Kirche große Schwierigkeiten mit sich. Den Soestern wurden damals bis auf die Taufe und die letzte Ölung jegliche Sakramente verweigert – man muss sich einmal vorstellen, was das für die Menschen in dieser Zeit bedeutete! 
Daher hat STAGE unter der Leitung von Frank Schindler ein kleines Theaterstück geschrieben, in dem diese Konflikte in Dialogen ausgetragen wurden – mit dem gebotenen Ernst, aber dort, wo es sich anbot, auch mit komischen Einlagen, so zum Beispiel, wenn Seitenhiebe auf die heutzutage geforderte Political Correctness erfolgten oder der Bürgermeister mit Zwischenrufen zu kämpfen hatte. 
von links: Olaf Schwolle, Holger Schubert, Heiner Gosmann, Dagmar Schindler, Günther Friebe, Ralf Thomae
Den hat übrigens der amtierende Soester Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer persönlich dargestellt, während er aufgrund seines eng gestrickten Zeitplans bei den geplanten drei Aufführungen des „Sturms auf die Stadt von 1447“ nicht in der Rolle seines Amtsvorgängers mitwirken konnte.  
Musik war auch „im Spiel“ und zwar komplett live und wurde von Patrick Porsch und einigen seiner Saxophonschülern sowie von Sängern des Hellweg Quartetts unter der Leitung von Dieter Mohme gestaltet. Michael Busch hat für sie eigens zwei Kompositionen geschrieben, darunter ein „Jubilate Deo“, dessen Melodiestimme aber bewusst so eingängig angelegt waren, dass zum Schluss das ganze Publikum mitsingen konnte – weshalb der gesamte Text auch nicht über die Worte „Jubilate Deo“ hinausging.  
 Von einer Stage Probe hat der Soester Anzeiger Fotos gemacht   Mehr...