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| Kleidung |
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| Die Kleiderschneiderei |
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| Um ein möglichst authentisches
Bild von der Zeit der Soester Fehde zu erzeugen, wird bei der Auswahl der
Kleidung für das Festspiel, den Sturm auf die Stadt und den Ein- zug
des Herzogs Johann von Kleve besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass die
Kleidungsstücke in Material, Farbe und Schnitt der Mode entsprechen,
die zwischen 1400 und 1450 getragen wurde. |
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| In Soest wurde für
die Ausstattung der Akteure des Festspiels eigens eine Klei- derschneiderei
eingerichtet, die inzwi- schen ganzjährig tätig ist. Die Mitarbeiter
der Kleiderschneiderei absolvierten im Vorfeld der Näharbeiten Schulungen
und Kurse, besuchten das Textilkundemu- seum in Krefeld und lasen sich
mit ent- sprechender Literatur zum Thema „Schneidern im Mittelalter“ ein.
Es wurden Schnittmuster erstellt, Stoffe aus Natur- bfasern erstanden und
mittelalterliche Nähtechniken erprobt, bevor die Schnei- derinnen
und eine Heerschar von ehren- amtlichen Helfern sich ans Werk machen und
wahre Kunstwerke von Kostümen erschaffen konnten. |
| Dabei sind die Schnitte
und Farben der Kleidungsstücke, die die Akteure des Festspiels tragen
durch die zeitgenös- sische Kunst inspiriert. Als Vorbild |
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dienen dabei Altarbilder und
Gemälde von Malern wie Rogier van der Weyden, Jan van Eyck und Conrad
von Soest. Nahezu alle Figuren, die im Theaterstück vorkommen sind
entsprechend der Kunstwerke aus der Zeit der Soester Fehde gekleidet und
spiegeln die Mode dieser Epoche wieder. Stilelemente der mit 1455 einsetzenden
„neuen Mode“ wurden dabei bewusst vermieden. |
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| Arbeiten die Schneiderinnen
ehrenamtlich an den Kostümen der Schauspieler des Festspiels, so fallen
für die benötigten Stoffmengen doch erhebliche Kosten an. Wer
die Soester Fehde und insbesondere das Festspiel unterstützen möchte,
hat die Mög- lichkeit, die Kosten für die Erstellung eines der
Kostüme als Sponsor zu übernehmen. Interessenten können
sich jederzeit gern beim Soester Kulturforum melden. |
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| Kleidung des 15. Jahrhunderts für jedermann |
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| Auch viele Soester Bürgerinnen
und Bürger greifen zu Nadel und Faden und nähen sich ihre eigene
Mittelalterbekleidung um Teil der Soester Fehde zu werden und das Mittelalter
noch intensiver (er)-leben zu können. |
| Wer auch gern dabei sein
und Kleidung selber nähen möchte, erhält entsprechende Hilfestellung
zu der Auswahl von Stoffen und Farben sowie den anzuwenden- den Nähtechniken
gern bei |
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Kleiderschneiderei
Leckadumstr. 37 , Soest
(Gasthaus Flüchter)
Telefon: 02921 - 3275991
Ruth Reismann
Telefon: 02921 - 3501262
Mail: ruthreismann@gmx.de |
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| Hier werden auch Schnittmuster
auf Maß erstellt sowie passende Stoffe angeboten. Wer nicht selber
nähen möchte kann sich sein Wunsch-Kleidungsstück |
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aber auch komplett bei der Kleiderschneiderei
erstellen lassen. |
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| Achtung:
Wer sich seine Bekleidung für die Fehde nähen lassen möchte,
sollte den Auftrag hierfür bis zum 5.Mai des laufenden Jahres bei
der Kleiderschneiderei abgeben. Nur so kann gewährleistet werden,
dass die Bekleidung auch rechtzeitig zur Veranstaltung fertig gestellt
werden kann. |
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| Hier einige Hinweise,
worauf Sie bei der Erstellung ihrer Mittelalterbekleidung für die
Soester Fehde achten sollten: |
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Stoffe: Authentisch sind
Wolltuch (leicht aufgeraut), Leinen oder Seide (für Edelkleidung).
Synthetikstoffe - auch in „Naturoptik“ – sind nicht geeignet. Farben hatten
im Mittelalter übrigens oft eine Bedeutung. Um Fehlgriffe zu vermeiden
sollte man vor Beschaffung des Materials besser Rat – z. B. bei der Kleiderschneiderei
– einholen.
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Bekleidung für Frauen:
Frauen
trugen zur Zeit der Fehde ein durchgehendes bodenlanges Kleid mit einem
Unterkleid aus weißem Leinen. Die Ärmel des Unterkleides sind
lang. Schmale Ledergürtel mit hängendem Beutel aus Stoff oder
weichem Leder sowie eine Haube aus gesteckten weißen Leinentüchern
machen die Frauenbekleidung komplett.
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Bekleidung für Männer:
Männer sind mit einer Kotte, genähten eng anliegende Hose, Ledergürtel
(maximal daumenbreit) mit Gürteltasche und einer Bundhaube oder Beutelmütze
„fehdegerecht“ gekleidet. Als Kopfbedeckung dient alternativ auch eine
kleine Kappe oder Gugel.
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| Als Handtaschen-Ersatz können
sowohl Herren als auch Damen eine Pilgertasche aus hellem Leinen zum Umhängen
tragen. Hierin können moderne Gegenstände wie Handy, Fotoapparat
oder Schlüssel unsichtbar transportiert werden. |
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| Nicht stilgerecht – sowohl
bei Herren- als auch bei Damenbekleidung – ist die soge- nannte „Ritterladenschnürung“.
Hierbei handelt es sich um weite, üppige Schnürungen an der Vorder-
oder Rückseite. |
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| Hier finden Sie einige
Vorschläge für Mittelalterkleidung als Muster oder Anregung: |
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Beispiele
preiswerter Kleidung |
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Bildergalerie
(Fotos: Tim Reismann) |
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| Als Anregung für die
Erstellung eines eigenen Kostüms ist auch das Buch „Edelmann – Bedelmann“
von Stef Verstraaten gut geeignet, das im Buchhandel und beim Soester Kulturforum
erhältlich ist. |